Wer bin ich?

Mag. Martina Weissensteiner

Von frühester Kindheit an haben mich zwei Sachen fasziniert: zum einen Musik, zum anderen das menschliche Verhalten, zwischenmenschliche Kommunikation, Beziehungen und wie sie gestaltet werden, wie Menschen miteinander und mit sich selbst umgehen.

Als kleines Mädchen bin ich bei Spaziergängen und Ausflügen immer wieder verloren gegangen, weil ich Szenen die mir begegneten, einfach beobachten und analysieren musste und verstehen wollte was da eigentlich passiert. 

Streitende Paare, Schimpfende Eltern, weinende Kinder, Menschen die Selbstgespräche führen, junge Mütter mit ihren Kindern, alte Männer mit Hunden, Frischverliebte,  – all das forderte meine ungeteilte Aufmerksamkeit. 

Mein Weg führte mich über viele Jahre des Beobachtens, Lesens, Erlernen einiger Instrumente und natürlich auch intensivem Erlebens vieler Höhen und Tiefen schließlich zum Studium der Musiktherapie an der Universität für Musik und darstellende Kunst – einer der anerkanntesten Ausbildungsstätten für Musiktherapie in Europa. 

Die tiefenpsychologische Ausrichtung und das psychotherapienahe Verständnis der Musiktherapie sind die Basis meiner Arbeitsweise und musiktherapeutischen Identität.

Die Auseinandersetzung mit Friedemann von Schulz, Marshall Rosenberg und Paul Watzlawick-  große Meister der zwischenmenschlichen Kommunikation –  inspirierte mich schon in jungen Jahren mich immer wieder aufs neue in die große Welt der Sender und Empfänger, der Missverständnisse und versteckten Botschaften, der Kluft zwischen Wunsch und Bedürfnis und viele weitere Spannungsfelder unserer verbalen Kommunikation zu vertiefen.

Zum Autismus kam ich wie die Mutter zum Kind, im wahrsten Sinne des Wortes. Ohne es zu ahnen hat sich mir mit der Geburt meines zweiten Kindes eine neue Welt eröffnet.

Eine Welt in der nichts selbstverständlich ist, in der Kommunikation ein wertvolles Gut bleibt, in der die Eindrücke oft überhand nehmen und der Ausdruck eine Übersetzung braucht. Eine Welt deren Tor sich nur allzuleicht verschließt und deren Ehrlichkeit – frei von falscher Höflichkeit oder berechnendem Kalkül – in ihrem Charme ihresgleichen sucht. 

Den Themen Familien und Partnerschaft durfte ich mich im Lauf der Jahre sehr praxisnah annähern. Während ich als Therapeutin gelernt habe Familienstrukturen zu deuten und Schwierigkeiten der Paarbeziehung zu verstehen und zu durchschauen, so konnte ich gleichzeitig als Partnerin und Mutter auch lernen wie weit Theorie und Praxis auseinander liegen können und was es bedeutet neben den guten Zeiten auch die Schlechten gemeinsam zu bewältigen. Das Leben bietet viele Lektionen an denen wir scheitern und wachsen dürfen.

Gelernt habe ich dabei: Lieben ist keine Frage des Gefühls, sondern eine bewusste Entscheidung die einen großen Handlungsspielraum eröffnet.

Ich freu mich darauf Sie kennen zu lernen!